Bilanz

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft zeigte sich mit einem überschaubaren Wachstum in Höhe von 0,4 % in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld stabil. Die Exporte litten vermehrt unter der schwachen Konjunktur in der Eurozone und bisweilen kühleren Tendenzen in wichtigen Absatzmärkten. Die Unternehmen blieben bei ihren Investitionen in Anlagen und Maschinen angesichts dessen eher zurückhaltend. Für Schwung sorgten lediglich die privaten Verbraucher, deren Kauflaune wiederum einen wesentlichen Wachstumsbeitrag leistete.

Die Investoren an den Kapitalmärkten zeigten sich im Jahresverlauf geprägt und getrieben von der stark expansiven Geldpolitik der internationalen Notenbanken. Amerikanische und europäische Notenbanken drückten mit ihren Ankündigungen und Bekenntnissen, aber auch mit ihren geldpolitischen Instrumentarien das allgemeine Zinsniveau an den Geld- und Kapitalmärkten auf historische Tiefststände.
 

Regionale Wirtschaftsentwicklung

Der Landkreis Neu-Ulm, unser Geschäftsgebiet, zählt nicht nur in Bayern, sondern auch bundesweit zu den stärksten und attraktivsten Wirtschaftsräumen. Metallerzeugung und Metallverarbeitung, Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau, Handel und Logistik sind dabei die treibenden Branchen einer Region mit überdurchschnittlicher Kaufkraft und entscheidenden Standortfaktoren.

Die Stärke und Attraktivität des Wirtschaftsstandorts manifestiert sich darüber hinaus in der Lage am regionalen Arbeitsmarkt. So lag die Arbeitslosenquote im Dezember 2013 für die Agenturbereiche Neu-Ulm (3,3%) und Illertissen (3,1 %) bei verminderter Dynamik zwar etwas über den Vorjahreswerten, jedoch weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau.
 

Geschäftsentwicklung der Sparkasse

Die Bilanzsumme 2013 betrug 1.880,5 Mio. Euro und lag damit 4,1 % unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die bewusst gesteuerte Rückführung von Bankverbindlichkeiten und Wertpapieranlagen zurückzuführen und betrifft insofern das Interbankengeschäft. Unser geschäftspolitischer Schwerpunkt liegt weiterhin auf der nachhaltigen Stärkung unseres Kundengeschäftes.

Das Kreditgeschäft mit Kunden erhöhte sich um 2,9 % auf 1,2 Mrd. Euro. Der Zuwachs ist vorwiegend getragen durch den Bereich der privaten Wohnbaufinanzierungen. Die Kundeneinlagen verzeichneten im Jahresverlauf eine Erhöhung um 1,9 % auf 1,4 Mrd. Euro und entsprechen damit unseren Erwartungen. Im Zuge des anhaltend niedrigen Zinsniveaus werden weiterhin Produkte mit kurzen Laufzeiten von allen Kundengruppen bevorzugt. Hier stehen insbesondere Geldmarktkonten sowie das Online-Tagesgeld im Fokus der Kunden.
 

Finanzlage

Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im Geschäftsjahr aufgrund einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben. Die gemäß Liquiditätsverordnung ermittelte Liquiditätskennzahl per 31.12.2013 betrug 1,77 und lag damit niedriger als im Jahr zuvor (2,09). Im Jahresverlauf bewegte sich diese Kennzahl innerhalb der Bandbreite von 1,77 und 3,04 und damit immer über dem von der Bankaufsicht geforderten Mindestwert von 1,0.
 

Vermögenslage

Die Kapitalausstattung wird durch die beabsichtigten Rücklagendotierung des Bilanzgewinns in die Sicherheitsrücklage weiter gestärkt und wird sich gegenüber dem Vorjahr um 3,0 % auf 134,2 Mio. Euro erhöhen. Die Eigenkapitalanforderungen für unsere gewichteten Risikoaktiva, die sich aus den Adressausfallrisiken, Marktrisikopositionen und dem operationellen Risiko zusammensetzen, übertreffen per 31.12.2013 mit 14,9 % den von der Bundesaufsicht in der Solvabilitätsverordnung vorgeschriebenen Mindestwert von 8,0 % deutlich. Dieser Mindestwert wurde erwartungsgemäß im gesamten Geschäftsjahr jederzeit eingehalten. Die Sparkasse weist damit eine gute Kapitalbasis auf.
 

Ertragslage

Der Zinsüberschuss in Höhe von 40,7 Mio. Euro konnte gegenüber dem Wert im Vorjahr um 4,3 Mio. Euro gesteigert werden. Unterstützend wirkte hierbei der höhere Rückgang im Zinsaufwand, der die Verringerung im Zinsertrag überkompensierte. Wie in den Vorjahren ist ein spürbarer Wettbewerb insbesondere im privaten Immobilienfinanzierungsgeschäft bzw. im Einlagengeschäft zu verzeichnen. Dies führte erwartungsgemäß zu einer Belastung des Zinsüberschusses. Die gesteigerten Umsätze im Versicherungs- und Wertpapierbereich ergaben einen gegenüber den Vorjahreswerten gestiegenen Provisionsüberschuss.

Insgesamt betrachtet kann die Sparkasse unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen mit einem erzielten Bilanzgewinn von 3,9 Mio. Euro auf ein durchaus zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2013 zurückblicken. Die Eigenkapitalausstattung lässt unter Berücksichtigung der Anforderungen nach Basel III ausreichend Potenzial für Wachstum im Kreditgeschäft. Die Größenordnung unseres Eigenkapitals kann hinsichtlich der regulatorischen Erfordernisse als angemessen angesehen werden.

Unsere Bilanz des Jahres 2013 finden Sie hier.